Wenn Jucken zur Qual wird - Auf die richtige Hautpflege kommt es an

Es juckt, sticht und brennt auf der Haut. Vom Juckreiz Geplagte wissen sich oft nicht anders zu helfen, als sich an den betroffenen Stellen zwanghaft zu kratzen. Wenn das Jucken täglich aufs Neue zur Qual wird, fühlen sie sich häufig allein gelassen.

Die Ursachen für eine juckende Haut sind vielfältig und oftmals Symptome einer anderen Erkrankung. Neurodermitis, Schuppenflechte oder Pilzinfektionen führen häufig zu lokal begrenztem, Gallenleiden oder Diabetes mellitus zu starkem Juckreiz am ganzen Körper. Andere Auslöser können Allergien, Nahrungsmittel oder Medikamente sein. Doch auch die scheinbar gesunde Haut kann jucken und Ursachen sind oft schwer oder gar nicht zu bestimmen. Was anfangs nur als unangenehme Erscheinung auftritt, kann sich verselbstständigen und den Patienten peinigen, selbst wenn der Auslöser nicht mehr vorhanden ist. Deswegen ist es bei anhaltender, unbekannter Ursache dringend empfohlen, einen Arzt aufzusuchen.


Bitte nicht kratzen

Die meisten Betroffenen reagieren als erstes reflexartig mit Scheuern oder Kratzen der betroffenen Hautpartien. Denn damit wird ein Schmerz erzeugt, der häufig einfacher ertragen wird und schneller abklingt als der Juckreiz selbst. Durch exzessives Kratzen kann es in der Folge jedoch zu Pusteln, Rötungen und Reizungen der Haut kommen, Entzündungen und Infektionen haben leichtes Spiel. Medikamente helfen meist nur, akute Beschwerden zu lindern. Juckreizstillende Cremes und kühlende Lotionen aus der Apotheke sowie kalte Umschläge helfen in akuten Phasen, das quälende Gefühl zu dämpfen.


Ihre Apotheke berät in Sachen Hautpflege 
     

Studien haben ergeben, dass auch eine falsche Hautpflege Auslöser für Hautirritationen sein kann. Zwar geben die Deutschen jährlich 12 Milliarden Euro für Kosmetik aus, doch greifen sie in vielen Fällen zu den falschen Produkten. Da hilft die kompetente Beratung in der Apotheke: Rückfettende Duschbäder, feuchtigkeitsspendende Lotionen und Körperöle unterstützen die Haut, ihren Schutzmantel zu erhalten. Dabei ist auch auf den richtigen pH-Wert des Präparates zu achten. Die falsche Körperhygiene, wie zu heißes Duschen oder Baden, trocknet die Haut zusätzlich aus.

Neigt die Haut zu Juckreiz, ist die einzig wirksame Hilfe, alles zu meiden, was das Jucken auslöst oder verschlimmert. Leichte, luftige Kleidung ist bestens geeignet, um einen Wärmestau auf der Haut und somit starkes Schwitzen zu vermeiden. Auch Stress und psychische Belastung können Auslöser sein; Entspannungsübungen helfen, mit diesen Situationen umzugehen.

Yvette Meißner
Apothekerin

Quelle: www.mgda.de